Harald Langner, geb. 16.10.1968

Harald Langner

Harald Langner wurde zum Malen inspiriert durch Drogenrauschzustände, durch bunt ausgeflippte Plattencover und ausgeflippte Musik der Ende 60er Jahre; auch durch die Depro- und Aggro-Musik der 80er Jahre; durch Doom- und Gloommusik. 1991 wurden seine Bilder bunt und ausgeflippt.

Durch den frühen Tod seiner Eltern 1990 und 1993 war er ganz auf sich allein gestellt.

Durch seine Bilder will er ausdrücken, dass er ausgebrannt und leer ist. Wenn die Bilder Leute wären, hätten sie auch ausgeflippte Stimmungsschwankungen. Seine Bilder sind wie Kinder oder Haustiere für ihn. Vorwiegend faszinieren den Künstler: bunte Blumen, Punkmusik, Horrorfilme, exotisches Essen, Koffein und ausgebrannte Genussqualmerei.

Kriege, Seuchen, Katastrophen sind nicht wirklich Inspiration.
Er fühlt sich als Wanderer zwischen den Welten und Bewusstseinsebenen. Seine Bilder wurden ausgestellt:

  • -  2001 – 2006 in der Ambulanz des Bezirkskrankenhauses Bayreuth
  • -  2004 in der Stadtbibliothek Bayreuth
  • -  2006 – 2007 im Sozialpsychiatrischen Dienst Bayreuth

-  2011 in der Sparkasse Bayreuth (Gemeinschaftsausstellung der Ateliergemeinschaft

Rote Katze)

Überregionale Aufmerksamkeit erfuhr Langner durch die Auswahl eines seiner Bilder für die Wanderausstellung „Zeige Deine Wunde“, die ab 2003 – anlässlich des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderung auf Initiative der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung – in zahlreichen Orten des ganzen Bundesgebiets gezeigt wurde. Diese Arbeit ist auch im Ausstellungskatalog veröffentlicht (S. 59).

Seit eineinhalb Jahren hat er nicht mehr gemalt. Dafür macht er bösartige, aber geistreiche Notizen. Er interessiert sich für die Malerei und Kunst. Er hat viele Bücher über Kunst.

Foto und Text: Harald Langner und Susanne Witsch, Lebensgefährtin - 8 / 2016